
Burg und Schloss Allstedt: Vom Masterplan zur Umsetzung
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt | Stadt AllstedtZuerst erstellten wir einen Masterplan, erfassten den Sanierungsstau, beschrieben konzeptionelle Wege und alle notwendigen Maßnahmen. Der erste Bauabschnitt wurde abgeschlossen, der nächste folgt ab 2023.
Eine Gesamtanlage mit Wurzeln bis ins Jahr 780
Seit Jahrhunderten prägt die Burg auf dem Berg das Stadtbild von Allstedt. Kernburg, Vorburg und Gestüt haben bis heute wechselvolle Geschichte erlebt – die Anlage war Reichsburg, Pfalz und königliches Tafelgut und wurde vielfach weitergebaut.

Aufgrund der Lage zwischen Thüringen und dem heutigen Sachsen-Anhalt wechselten die Herren und Besitzungen der Burg häufig. Bis vor kurzem hielten Verkauf, Rückkauf und Eigentümerwechsel an. 2022 hat die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt Burg und Schloss Allstedt vollständig übernommen.
Daten zum Projekt
Wir dürfen beitragen, kulturelles Erbe zu retten und daran weiterzubauen
Auch in Allstedt begannen für uns die Sanierungsarbeiten mit einem Masterplan. Wir erfassten den Sanierungsstau, beschrieben den konzeptionellen Weg und alle zum Erhalt der Anlage notwendigen Maßnahmen.
Mit dem 1. Bauabschnitt am Ostflügel wurde der Gebäudeteil 2021/2022 konstruktiv gesichert. Des Weiteren konnte ein neuer Besuchereingang realisiert werden. Viele weitere Schritte werden folgen. Wir freuen uns an dem, was schon geworden ist und werden wird.



2014
Realisierung einer Ausstellung: "1523 Thomas Müntzer – Ein Knecht Gottes"
Im Jahre 2014 haben wir die Ausstellung "1523 Thomas Müntzer – Ein Knecht Gottes" konzipiert und umgesetzt. Da es keine Darstellung von Thomas Müntzer gibt, führt eine Figur ohne Gesichtszüge durch die Exposition.

Kernburg Allstedt – Ort der Fürstenpredigt
Das heutige Sachsen-Anhalt ist Ursprungsland der Reformation. Ein Reformator von vielen war Thomas Müntzer – sein Wirken hat aufgrund unterschiedlichster Geschichtsdarstellung oft Beigeschmack.
Der Theologe Müntzer hat als erster den Gottesdienst ins Deutsche übertragen, vieles gewollt, vieles erreicht und durch seine Unversöhnlichkeit und Härte vieles wieder verloren.

Neukonzipierung der bestehenden Ausstellung
Die Radikalität von Müntzers Thesen spiegelt sich in der Ausstellungsarchitektur. Kraftvolle rote und graue Flächen, plakative Darstellungen prallen auf historische Räume der Kernburg.
Ziel war es, mit einfachsten Mitteln einen Zugang zum Thema für Erwachsene und auch Kinder zu schaffen und dazu die bestehenden Materialien der Burg neu zu ordnen.






